Idee

Die Idee war und ist, in Form von tausend kurzen Texten tausend höchst subjektive Ansichten auf den Tod zu versammeln, damit diese zusammenwirkend einen transpersonalen Metatext über den Tod schreiben, aus dem wiederum ein plausibles Bild dessen entsteht, wie der Tod in der heutigen Gesellschaft wahrgenommen wird, welche Realität er hat, wie und was er ist.

Ich habe mich entschieden, die Texte der jeweils letzten Version zusätzlich zu bloggen (Danke an Leander Wattig, der mich darauf gebracht hat), um dem Projekt mehr Sichtbarkeit zu verleihen, es noch inklusiver zu machen – wer kein Geld hat, kann hier gratis lesen, wer Geld hat, darf gern freiwillig etwas spenden – und den Texten einfach auch mehr Leser*innen zu erschließen: Die E-Book-Berührungsängste sind bei Tausend Tode schreiben zwar weniger ausgeprägt als sonst, aber sie sind dennoch spürbar, wir bekommen weit mehr Anerkennung, als dass wir verkauften.

Trotzdem, das ist ganz wichtig zu wissen, verdankt dieses Projekt den Möglichkeiten von E-Books sein Leben und auch sein Wachsen, daran werden keine gedruckte Version am Schluss und auch kein offenes Bloggen etwas ändern.

Dass ich gerade heute damit beginne, ist kein Zufall. Ich tue das aus dem dringenden Bedürfnis heraus, etwas Sinnvolles und gesellschaftlich Verbindendes zu tun. Aus dem gleichen Gefühl heraus habe ich An einem Tisch mitgegründet, das die Arbeit an #1000Tode vorübergehend ausgebremst hat. Glücklicherweise scheinen die Mitwirkenden bereit, fast blind zu vertrauen. Dafür sage ich sehr gerührt Danke.

Ihr könnt mir heute und in den nächsten Tagen dabei zusehen, wie ich nach und nach die bereits im E-Book veröffentlichten Texte blogge. Das oder der Blog werden mit der Zeit noch hübscher und effizienter gemacht. Für heute bin ich ganz froh damit. Ihr dürft das gern teilen und auch weiterhin unser Hashtag benutzen, es ist nämlich ein gutes, wahres und schönes Hashtag, weil es das Ganze im Netz zusammenhält.

Eine letzte Bemerkung: Habt ihr eigentlich schon gemerkt, wie viele anderswo zerstrittene Menschen an diesem Projekt mitwirken? Niemand hat bisher aus Animositäten einen Text zurückgezogen. Wir könnten uns ja alle mal an uns selbst ein Beispiel nehmen und wieder mehr zusammenhalten, statt uns aufzureiben, während draußen die Nazis marschieren. In jedem Fall Respekt für die Größe und Geduld, hier so umstandslos gemeinsam etwas zu schaffen.

Dankeschön.

Christiane Frohmann, Berlin, 13. März 2016

Das E-Book Tausend Tode schreiben wird für 4,99 Euro verkauft, der Herausgeber- und Autoranteil an den Erlösen wird dem Kinderhospiz Sonnenhof in Berlin gespendet. – Hier im Blog sind alle Texte kostenlos zu lesen. Spenden für den Sonnenhof im Rahmen der jeweiligen finanziellen Möglichkeiten würden uns aber sehr freuen.